Krisenstab berät über Konsequenzen nach H5N1-Infektion von Katze PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: http://www.muscle-sports.de   
Donnerstag, den 02. März 2006 um 12:21 Uhr

Nach der europaweit ersten Infektion einer freilaufenden Katze mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 hat der Nationale Krisenstab für Tierseuchenbekämpfung am heutigen Mittwoch (01.03.2006) seine Beratungen aufgenommen. Die Staatssekretäre von Bund und Ländern wollen in einer Telefonkonferenz prüfen, ob weitere Schutzmaßnahmen gegen die Tierkrankheit notwendig sind. Das Agrarministerium empfiehlt, Katzen in Infektionsgebieten im Haus zu lassen. Enger Kontakt zu den Tieren solle vermieden werden.


Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Reinhard Kurth, hält die Maßnahmen im Kampf gegen die Vogelgrippe für ausreichend. «Aus den Pannen haben die betroffenen Stellen gelernt», sagte Kurth im ZDF-Morgenmagazin. Auch er empfahl, Katzen in Sperrgebieten im Haus zu halten und Hunde an der Leine zu führen. Kurth warnte vor Panik mit Blick auf eine mögliche weltweite Grippe-Epidemie bei Menschen. «Wir sind besser vorbereitet als jemals zuvor.» Eine Infektionskette unter Menschen gab es bisher nicht.


Der Halter der infizierten Katze, die mitten im Seuchengebiet nahe der Wittower Fähre im Norden Rügens gefunden worden war, zeigt indessen keine Anzeichen einer Grippe-Erkrankung. Bei einer ersten Untersuchung habe ein Arzt keine Symptome festgestellt, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs der Landesregierung in Schwerin. Der Mann stehe aber weiter in Kontakt mit dem Gesundheitsamt und werde ärztlich überwacht. Den infizierten Kater habe er noch nicht lange gehabt. Das streunende Tier sei ihm erst vor einiger Zeit zugelaufen.


Experten riefen Tierhalter zu besonderer Achtsamkeit auf. Bei Symptomen wie Nasenausfluss und erschwerter Atmung bei Katzen sollten die Besitzer den Tierarzt aufsuchen, sagte der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte, Hans-Joachim Götz, im Bayerischen Rundfunk (BR). Bisher sei man nach Laborversuchen davon ausgegangen, dass infizierte Katzen nicht genügend Viren ausscheiden, um andere Katzen oder auch Menschen anzustecken.



quelle: dpa


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