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Pitt-Force
Pitt-Force (Professional Intensity Training Techniques) ist ein Trainingssystem, das auf Einzelwiederholungen basiert und im Jahr 2000 von Karsten Pfützenreuter neu konzipiert wurde.
Pitt-Force beruht wie alle anderen HIT-Systeme auf der Ansicht, dass eine Trainingseinheit kurz und intensiv sein sollte. Bei Pitt-Force wird sich nur auf das Notwendigste beschränkt, um den Körper nach Reizsetzung des Muskels für das Wachstum nicht unnötig weiter zu belasten. Der Grundgedanke von Pitt-Force ist von den Atemkniebeugen abgeleitet worden. Hier wird ein gesamter Satz Kniebeugen nur mit Einzelwiederholungen vollendet und genau dieses Prinzip wird bei Pitt-Force auf alle Übungen übertragen.
Der Grund für diese Einzelwiederholungen ist der, dass der Blutfluss im Muskel während einer intensiven Kontraktion behindert wird, so können keine Abfallstoffe, die während einer Muskelkontraktion entstehen, abtransportiert und neue Nährstoffe, wie Sauerstoff, hinein transportiert werden. Auf Grund dieser Tatsache muss der Körper das ATP(Adenosintriphosphat) anaerob (ohne Sauerstoff) verbrennen. Dadurch entsteht Laktat als Nebenprodukt, das abtransportiert werden sollte, damit der Muskel während eines Satzes möglicherweise nicht übersäuert. In den Pausen zwischen jeder Wiederholung können so die entstandenen Abfallstoffe und das Laktat abtransportiert werden. Damit wird ein Muskelversagen durch die nicht mehr stark genug kontrahierenden Muskelfasern bei einer erneuten Bewältigung des Gewichtes gewährleistet und nicht durch das zwangsläufige Aufhören der Muskelkontraktion, die durch Übersäuerung entsteht. Karsten Pfützenreuter sagt, dass ein Reiz für den Muskelwachstum dann gesetzt wird, wenn dieser ein submaximales Gewicht oft bewegt. Durch kurze Pausen zwischen den einzelnen Wiederholungen wird dies ermöglicht.
Beispieltrainingsplan
Pitt-Force ist nicht für Anfänger geeignet. Man sollte ein gewisses Körpergefühl mit sich bringen. Desweiteren sollte man die richtige Technik der Übungen zu 100% beherrschen, wie in jedem anderem Trainingsystem auch, da sonst ein großes Verletzungsrisiko besteht. Das Training sollte überwiegend aus Grundübungen bestehen, da diese nun mal die meisten Muskelfasern aktivieren. Hier wird ein Basic-Plan für Pitt Anfänger empfohlen, das natürlich auch den eigenen Bedürfnissen angepasst werden kann:
TE 1: Schrägbankdrücken 1 Satz 10 bis 20 Wdh. Kniebeuge 1 Satz 10 bis 20 Wdh. Überzüge 1 Satz 10 bis 20 Wdh.
TE 2: Klimmzüge 1 Satz 10 bis 20 Wdh. Dips 1 Satz 10 bis 20 Wdh. Kreuzheben 1 Satz 10 bis 20 Wdh.
Zu Beginn sollte zwei bis drei Mal die Woche nach dem Plan trainiert werden und zwischen den Trainingseinheiten sich mindestens ein Ruhetag befinden. Diese Trainingseinheiten sollen nicht länger als 30 Minuten dauern. Wer schon fortgeschritten in Pitt-Force ist, kann das Volumen erhöhen, aber die Dauer einer Trainingseinheit soll trotzdem maximal 45 min betragen.
Die Wiederholungszahl einer Übung liegt zwischen 10 und 20 Wiederholungen. Bei der letzten Wiederholung eines Satzes sollte während der positiven Ausführung ein Muskelversagen auftreten. Ist dies nicht der Fall, muss das Gewicht beim nächsten mal erhöht werden.
Wie schon erwähnt, besteht das Training nur aus Einzelwiederholungen. So soll nach jeder kontrollierten und sauberen Wiederholung das Gewicht komplett für einen gewissen Zeitraum abgelegt werden. Dies ist wichtig, damit sich der Muskel nicht unter Spannung befindet und so die Abfallstoffe abtransportiert werden können.
Die Pausen zwischen den Wiederholungen sollten 1 bis 20 Sekunden andauern. Diese sollten dabei so kurz wie möglich und so lange wie nötig gehalten werden. Je mehr Wiederholungen man hinter sich hat, umso längere Pausen benötigt man. Zum Beispiel: 1WH->1secPause, 2WH->2sec Pause, 3WH->3sec Pause,…19WH-> 20sec Pause.
In manchen Übungen werden längere Pausen und in anderen kürzere benötigt. Hier sollte man auf sein Körpergefühl achten. Aber nicht vergessen: So kurz wie möglich so lang wie nötig!
Sollte noch Fragen offen sein, können diese gerne in unserem Forum gestellt werden.
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