Möglichkeiten, um den Hunger zu kontrollieren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: RaZaMb   
Montag, den 08. Oktober 2007 um 18:07 Uhr

Der größte Ernährungsmythos ist das Empfänglichsein des Menschen für sog. Geheimrezepte, die einem helfen sollen Ziele ohne Mühen, Entbehrungen und ohne Disziplin zu erreichen. Viele dieser Geheimrezepte werden regelmäßig in verschiedenen Zeitschriften angepriesen. Dies soll natürlich in erster Linie den Verkauf der Zeitschrift ankurbeln. Wer möchte schließlich eine Zeitschrift kaufen in der man „nur“ erfährt wie man abnimmt.

Der Glaube daran ist ein Irrglaube derer, die keinen Aufwand für den Weg zum Ziel aufbringen möchten. Leider ist das Ziel eine schlanke Figur zu haben nicht ohne Disziplin zu erreichen. Aber um die Diät dennoch etwas zu erleichtern wollen wir dir hier verschiedene Möglichkeiten aufzeigen.


Wir zeigen dir in diesem Artikel nicht, wie man abnimmt. Sondern Welche Möglichkeiten es gibt um den Hunger auf Süßes oder allg. einfach den Hunger zu kontrollieren.

Wenn du erfahren möchtest wie überhaupt eine Diät / das Abnehmen funktioniert dann schau dir vorher diesen Artikel an:

Die richtige Diät




Möglichkeiten um den Hunger zu kontrollieren:

Ballaststoffe:

Ernährungsberater empfehlen eine Zufuhr von 20 bis 30 g Ballaststoffen (mehr ist hierbei wirklich mehr). Durch den Einsatz von Ballaststoffen kann eine Appetithemmung erreicht werden.

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die im menschlichen Dünndarm nicht enzymatisch abgebaut werden können und deshalb den Dickdarm erreichen. Im Dickdarm werden sie dann von der  vorhandenen Mikroflora vollständig oder zumindest teilweise verstoffwechselt. Ballaststoffe sind (fast) ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Ballaststoffe werden in 2 Gruppen unterteilt:


Lösliche Ballaststoffe und Unlösliche Ballaststoffe

Tipp: Langsam von einer ballaststoffarmen auf eine ballaststoffreiche Kost umstellen, gut kauen und genug dazu trinken!! Wer seine Ernährung von heute auf morgen völlig umstellt und nun plötzlich mehr Ballaststoffe aufnimmt, der muss mit Blähungen, Druck- und Völlegefühl und Bauchschmerzen rechnen. Der Darm ist die faserreiche Kost nicht mehr gewöhnt und sollte langsam umgewöhnt werden.



Hier eine Auswahl an Lebensmitteln:


Nahrungsmittel
Ballaststoffgehalt in 100g
Weizenkleie
49
Leinsamen
39
Kichererbsen, getrocknet
21
Haferkleie
19
Weizenkeime
17
Weizenvollkornmehl
13
getr. Feigen
13
Erdnüsse
11
Haferflocken
9
Pumpernickel
9
Roggen-/Weizenvollkornbrot
8
Kidneybohnen, weiße Bohnen
8
Vollkornnudeln
8
Rosinen
6
Müsli-Mischung, im Durchschnitt
10
Vollkornzwieback
10
getr. Pflaumen
5
Erbsen, gekocht
4
Brokkoli, gekocht
3
























Wer mehr über das Thema Ballaststoffe erfahren möchte sollte sich unseren Artikel darüber zu Herzen nehmen.

Gerne können hier Fragen an den Ernährungswissenschaftler in unserem Forum gestellt werden.



Flüssigkeitszufuhr:

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer erfolgreichen Diät ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Idealerweise sollte man 2 bis 2,5 Liter täglich trinken, am besten kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Diese Menge ist nötig, um das Blut flüssig und die Körpertemperatur stabil zu halten, um Mineralstoffe zu lösen, Nährstoffe in die Zellen zu transportieren und die Nieren arbeiten zu lassen.

Mit jedem Atemzug, mit jeder Schweißperle verliert der Körper Wasser - insgesamt zweieinhalb Liter am Tag. Bei schweißtreibenden Tätigkeiten wie harter körperlicher Arbeit oder Sport noch mehr. Nur ein kleiner Teil davon wird durch die Nahrung und Stoffwechselvorgänge wieder ausgeglichen.


Wem das zu technisch klingt: Trinken schafft Wohlgefühl. Wer zu wenig trinkt, fühlt sich müde und schlaff, kann sich nicht gut konzentrieren. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Muskelkrämpfe treten auf. Die Haut wird spröde und rissig, die Augen schmerzen. Verdauungsbeschwerden stellen sich ein.

Außerdem füllt dies den Magen und sorgt somit auch für ein Sättigungsgefühl.

Mehr über die Trinkempfehlung für Breitensportler erfahrt ihr in unserem Artikel.


Salate:

Salate haben eine geringe Kalorienzahl und einen guten Sättigungswert. Natürlich sollte dieser richtig zubereitet werden (Käse und Majonäse haben viele Kalorien).

Bei dem Dressing sollte man auch darauf achten, dass man hierbei nicht zu einem Majonäsen-Dressing greift. Hierbei lohnt das experimentieren mit Balsamico-Essig, Kräutern (Dill), Oregano, Schnittlauch sowie etwas Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver.

Aber auch mit Senf kann man kalorienschonend Salate aufpeppen: z.B. Kräutersenf für Salatdressings

Hierbei sollte die Auswahl an Zutaten für einen guten Salat behilflich sein:

Nahrungsmittel
Kcal pro 100 Gramm
Salatgurke
10
Chicoree
14
Kopfsalat
15
Chinakohl
16
Tomate
19
Radieschen
19
Feldsalat
22
Champignons
24
Kohlrabi
26
Paprika
28
Blumenkohl
28
Karotten
35
Lauch
38



Gemüse:


Egal ob für Zwischendurch als Snack oder um ein Gericht zu ergänzen. Gemüse hat wenige Kalorien und eignet sich hierfür wunderbar.

Einen kleinen Überblick liefert euch diese Tabelle:

Nahrungsmittel
Kcal pro 100 Gramm
Champignons aus der Dose
18
Spargel
20
Spinat
21
Champignons frisch
25
Sauerkraut
26
Rotkraut
27
Blumenkohl
28
Wirsing
33
Grüne Bohnen
33
Broccoli
33
Rosenkohl
55



Rezepte um die Lust auf Süßes zu stillen:
Oft wird man leider durch den Hunger auf Süßes geplagt. Der eine mehr – der andere weniger. Diejenigen die zu der Kategorie „mehr“ gehören sollten sich folgendes zu Herz nehmen. Dauerhaft auf Süßes zu verzichten ist keine Lösung. Der Hunger wird mit der Zeit unerträglich, so dass man mit der gefolgten Heißhungerattacke seine verlorenen Pfunde zunichte machen wird. Deshalb zeigen wir euch hier ein paar einfache Rezepte, um die Lust auf Süßes mit wenigen Kalorien zu stillen:
Götterspeise:

Man nehme einfach eine Packung Götterspeise-Fertiggericht, die es in jedem Lebensmittelgeschäft zu kaufen gibt. Hierbei bitte darauf achten, dass man die Sorte wählt die ungesüßt ist. Auf der Verpackung ist die Zubereitung vermerkt. Allerdings müsst ihr nun statt Zucker einfach Süßstoff dazugeben (Menge: je nachdem wie Süß ihr es mögt). Schon habt ihr eine Möglichkeit um euren Hunger auf Süßes mit wenigen Kalorien (ca. 7-9 Kalorien pro 100g) zu stillen.

Pudding:

Ähnlich wie bei der Götterspeise gibt es auch eine Puddingvariante bei der man Zucker hinzufügen muss. Wieder einfach den Zucker mit Süßstoff ersetzen. Das Pulver selbst hat folgende Nährwerte:

43g Kalorien:150 kj:625 Fett:0.

Dazu kommt noch eine Fettarme Milch (0,3% oder 0,5%)

Eis:

Es gibt auch noch die Möglichkeit ein Eis selbst zu machen.

Zutaten:

500 gr Magerquark
50gr Kakaopulver
100gr Proteinpulver mit Schoko Geschmack (hierbei ist das Protein OTS und Cytopro zu empfehlen)
1 große reife Banane
Süßstoffpulver
2-3 dl teilentrahmte Milch (0,3% oder 0,5%)



Magerquark in einer Schüssel verrühren bis Masse kremig wird.
Die reife Banane in Scheiben dazu schneiden.
Mit einem Handmixer/Stabmixer das ganze verrühren bis sich die Banane im Magerquark aufgelöst hat.

Die Milch, das Kakaopulver, das Protein, den Süßstoff in einem Schüttelbecher gut durchschütteln bis die alles aufgelöst ist.

Jetzt wird diese Mischung nach und nach mit der Quark- Bananenmasse mit einem Löffel gut vermischt.

Wer es mag kann diese Creme auch nicht tiefgekühlt essen.
Ansonsten in die Tifkühltruhe für 2-3 Stunden und fertig ist das Eis.
Es schmeckt wirklich vorzüglich, liefert sehr viel Protein und ist extrem fettarm (2g Fett auf 100)

Nährwerte pro 100g:

17g Protein
7g Kohlenhydrate
2g Fett

Weitere Varianten des Eisrezeptes und allg. Rezepte findet ihr im Forum




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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Februar 2010 um 19:09 Uhr