Zeigt her Eure Füße! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: muscle-sports.de Team   
Montag, den 19. Juni 2006 um 01:00 Uhr

Welche dreieckige Bogenkonstruktion mit je einem Quer- und einem Längsbogen, deren Eckpunkte zugleich die tragenden Pfeiler sind, besteht aus 26 Teilen? Ganz klar: Der Fuß! Von Anfang doppelt angelegt, hilft uns dieses Wunderwerk der Biomechanik, sicher aufrecht zu gehen, die Balance zu halten und unser gesamtes Gewicht durch’s Leben zu tragen. Jeden Tag, 365 Tage im Jahr. Dabei umrundet der Mensch im Laufe seines Lebens rund viermal die Erde – jedenfalls statistisch gesehen.


Stabil und elastisch zugleich


Neben seinen 26 einzelnen Knochen besteht ein Fuß auch noch aus 22 Gelenken, 107 Bändern und 19 Muskeln. Rund 450 Kilogramm Druckgewicht müssen unsere Füße bei jedem normalen Schritt aushalten. Damit alle Knochen, Gelenke, Bänder und Muskeln richtig zusammenarbeiten können, müssen die Füße gepflegt werden. Dazu gehört in allererster Linie passendes Schuhwerk. Viele Menschen zwängen ihre Füße in Schuhe, die eigentlich viel zu klein sind. Darüber hinaus entsprechen die meisten Schuhe zwar den gängigen Modevorschriften, aber nicht der natürlichen Fußform. Auch synthetisches Material schadet den Füßen. Wer die falschen Schuhe trägt, der bekommt Probleme mit:


  • Unangenehmen Hornhautverdickungen und Hühneraugen
  • Schweißfüße und Pilzinfektionen
  • Infektionen des Nagelbettes
  • eingerissener Hornhaut
  • eingewachsenen Fußnägeln
  • Unangenehmen Hornhautverdickungen und Hühneraugen


Schuhe müssen passen

Beim Schuhkauf sollte man deshalb nicht in erster Linie auf Marke und Farbe achten, sondern darauf, dass der Schuh gut sitzt. Es hilft, den Schuhkauf auf den späten Nachmittag oder Abend zu verlegen, weil die Füße dann bereits einen Großteil ihrer täglichen Arbeit geleistet haben und durch die Bewegung optimal durchblutet sind. Wer viel sitzt und zu geschwollenen Füßen neigt, der vermeidet zu enge Schuhe wenn sie erst abends anprobiert und gekauft werden. Außerdem sollte man auf jeden Fall immer beide Schuhe anprobieren und sich besonders auf die Passform des linken Schuhs konzentrieren. Durch die Pumpleistung des Herzen auf der linken Körperseite ist bei vielen Menschen der linke Fuß etwas dicker als der rechte. Während der Unterschied bei der bloßen Betrachtung kaum auffällt, macht er sich beim Schuhkauf hilfreich bemerkbar.  

Kleiner Ratgeber zum Schuhwerk:

  • Neue Schuhe nachmittags oder abends anprobieren.
  • Neue, noch nicht eingelaufene Schuhe nicht länger als eine halbe Stunde tragen.
  • Füße nach dem Tragen auf Druckstellen untersuchen. Bei Druckstellen, die nach ca. 10 min. immer noch gerötet sind, müssen die Schuhe an den entsprechenden Stellen geweitet werden.

Wer seine Füße liebt...

... der pflegt sie. Das sollte man jedenfalls meinen. Doch die tragenden Säulen des menschlichen Körpers werden häufig vernachlässigt. Bei Diabetikern und anderen chronisch kranken Patienten kann das zu ernsthaften Fußschäden führen. Nervenschädigungen, die auf die Zuckerkrankheit zurückgehen, führen dazu, dass Diabetiker Wunden an den Füßen oft erst bemerken, wenn sie besonders tief sind und Schäden hinterlassen haben. Die mit der Krankheit verbundenen Durchblutungsstörungen verzögern oder verhindern den Heilungsprozess. Daher ist die medizinische Fußpflege bei Diabetikern und anderen chronisch Kranken eine heilkundliche Maßnahme, die seit August 2002 wieder von den Krankenkassen übernommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Veränderungen am Fuß Folge der Grunderkrankung ist und es ohne die medizinische Fußpflege zu Folgeschäden wie Entzündungen und Störungen bei der Wundheilung kommt. Liegen bereits Schäden am Fuß vor, dürfen diese nicht vom Fußpfleger behandelt werden.

Im Übrigen dürfen Fußpfleger die verordnete Therapie nur dann durchführen, wenn sie dazu eine spezielle Ausbildung, Praxisausstattung und Genehmigung haben. Dazu werden die Begriffe "Medizinischer Fußpfleger" und "Podologe" seit 2003 gesetzlich geschützt. Die Ausbildung zum "medizinischen Fußpfleger" /"Podologen" ist mittlerweile gesetzlich verankert und beinhaltet eine zweijährige Ausbildung, eine feste Prüfungsordnung und einen entsprechenden Ausbildungsabschluss. Der Beruf zählt damit ebenso zu den medizinischen Assistenzberufen wie zum Beispiel die Physiotherapie oder Ergotherapie. 


Fußpflege für Alle


Wer sich selbst etwas Gutes tun will, der kümmert sich schon frühzeitig um seine Füße. Passendes Schuhwerk ist eine Grundvoraussetzung dafür, die Aufnahme der Füße in den täglichen Pflegekatalog eine andere.  
Tipps zur Fußpflege

  • Mit kalt-warmen-Wechselbädern kann man der Durchblutung der Füße auf die Sprünge helfen.
  • Ätherische Zusätze im Fußbadwasser unterstützen den Entspannungsprozess.
  • Badesalze sollte man nur anwenden, wenn die Haut keine Risse hat und rundum gesund ist.
  • Die Temperatur des Fußbades sollte 38 C nicht übersteigen.
  • Anschließend pflegt eine spezielle Fußcreme die Haut und verhindert Austrocknen und Rissbildung.
  • Wer Fußbeschwerden hat, sollte diese von einem Orthopäden abklären lassen. Oft helfen orthopädische Einlagen, Fußfehlstellungen zu korrigieren und die Beschwerden zu lindern.



Barfußwanderwege

Barfußlaufen fördert die Durchblutung und stärkt die Muskulatur. Angst vor Verletzungen muss man dabei nicht haben – in der Regel sind die Füße gut geschützt. Wer sich darauf einlässt, kann auf einem der neu entstandenen Barfußwanderwege die alte Kunst der Fortbewegung zu Fuß neu entdecken. Hier kann man auf Sand, Lehm, im Matsch, im Wasser oder bei einem Gang über runde Kieselsteine seine Umgebung über die Füße erfahren und gleichzeitig die eigene Beweglichkeit trainieren. Balance und Koordinationsfähigkeit werden dabei ebenso beansprucht wie Haut und Fußmuskulatur.
Wer mehr zum Thema Fußpflege wissen möchte, kann sich auch am 29.6. beim "Tag des Fußes" darüber informieren. Einzelheiten dazu gibt es unter der Homepage des Zentralverbandes der Fußpfleger und Podologen Deutschlands


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 17:45 Uhr