Entwässern für den Bodybuilding Wettkampf...so hab ichs gemacht - Ein Erfahrungsbericht von Little Devil aus dem Forum
Sechs Wochen vor meinem eigentlichen Wettkampf hatte ich einen kleinen Studiowettkampf und habe schon angefangen ein wenig natürlich zu entwässern.
Ich habe also jeden Morgen einen Liter Entwässerungstee getrunken und dreimal am Tag Wacholderbeerölkapseln eingenommen. Gesalzen und getrunken habe ich weiterhin wie gehabt. Die ersten Tage hat mich der Tee wirklich alle viertel Stunde auf die Toilette rennen lassen, aber nach ein paar Tagen hatte sich der Körper daran gewöhnt (und die Geschmacksnerven auch). Die Kapseln sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Sie können Nierenschäden hervorrufen, wenn man sie zu hoch dosiert oder zu lange einnimmt, aber das erklärt jeder Apotheker vorsorglich beim Kauf. Sie bewirken außerdem, dass die Haut dünner wird und das Adernnetz besser zum Vorschein kommt.
Auffällig war das „Spargelpipi“. Damit meine ich, dass mein Urin gerochen hat, als hätte ich Spargel gegessen, obwohl das nicht der Fall war. Das hing mit dem Entwässerungstee zusammen. Als ich diesen nämlich nicht mehr getrunken habe, war auch der Geruch weg.
Richtig ans Entwässern ging es erst eine Woche vor dem eigentlichen Wettkampf.
Verboten sind ab jetzt: Sauna (beim Frieren oder Frösteln zieht der Körper Wasser)
Solarium
Schwimmen
Baden
Beintraining (die Beine speichern das Wasser nach dem Training ziemlich lange, daher dürfen sie in der letzten Woche nicht mehr trainiert werden, damit das Wasser genügend Zeit zum Weichen hat)
alle Gemüsesorten außer Tomate, Gurke und Paprika
Süßstoff
Gewürze aller Art außer Zimt, Paprika und Pfeffer
Salz
Frieren (was gar nicht so einfach ist, wenn man kaum noch Fett am Körper hat)
Tag 1-4: Getrunken werden 9 Liter Wasser über den Tag verteilt (empfehlenswert ist Wasser ohne Kohlensäure, da man davon mehr auf einmal trinken kann). Das klingt jetzt unheimlich viel, aber es ist wirklich ohne Probleme machbar.
Der Effekt ist, dass der Körper sich daran gewöhnt große Wassermengen auszuscheiden.
Wichtig ist auch, dass man in dieser Zeit Kalium, Vitamine und Magnesium zuführt, weil der Körper auch Mineralien mit dem Wasser ausschwemmt.
Tag 5:Getrunken werden noch 3 Liter über den Tag verteilt.
Jetzt wird’s schon heftiger, aber wenigstens weiß man mal wieder, wie sich Durst anfühlt…
Der Sinn dahinter ist, dass sich der Körper über die vier flüssigkeitsintensiven Tage daran gewöhnt hat große Mengen an Flüssigkeit auszuscheiden und nun immer noch daran gewöhnt ist, obwohl es keine so großen Mengen mehr gibt.
Tag 6, ein Tag vor dem Wettkampf:Getrunken werden nur noch 0,75 Liter Wasser.
Das ist ein richtiger Kampf! Einen Tag davor darf man nämlich laden, das heißt es gibt viel Reis zu Essen, der den Mund noch mal mehr austrocknet. Die Kohlenhydrate ziehen jetzt das restliche Wasser in den Muskel, man wird noch mal härter.
Wettkampftag:Getrunken werden darf ein halber Liter Wasser.
Empfehlenswert ist es Zitronenscheiben zu lutschen, denn diese machen wenigstens den Mund ein wenig feucht, damit man nicht das Gefühl hat, dass die Zunge aus Schmirgelpapier besteht.
Ich habe in der letzten Woche vor dem Wettkampf noch mal insgesamt 7 kg abgenommen… allein in der letzten Nacht gingen 3kg runter.
Little Devil aus dem
Forum